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Die Kirche zu Consradefachwerkkirche

In einem Kirchenvisitationsprotokoll aus dem Jahr 1534 wurde die kleine Kirche erwähnt. Erbaut wurde diese aber schon 1471. Wegen Geldmangel sollte 1780 die baufällige Kirche statt renoviert, abgerissen werden. Jedoch wurde der Fachwerkbau im Jahr 1831 renoviert. Sie hat keinen Turm, statt dessen steht auf dem Kirchhof ein hölzerner Glockenturm für zwei Glocken, wovon nur noch eine vorhanden ist. Erst nach 1968 wurden umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen an der Fachwerkkirche durchgeführt.

Die für die kleine Kirche bemerkenswert große, sehr schöne mit reichlich Verzierungen versehene Glocke wurde im mittleren 16. Jahrhundert, vermutlich im Jahre 1543 gegossen, also 9 Jahre nach der Ersterwähnung der Kirche im Kirchenvisitationsprotokoll. Auch der Klöppel war vermutlich bis 2010 der Originalklöppel. Der Wert der Glocke in EURO lässt sich schwer bestimmen, doch als Kulturgut unserer Kirche und auch der Gemeinde Plate ist sie unersätzlich. Die zweite, kleinere Glocke von 1874 wurde 1916 im ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Fest steht, dass Consrade von den klassischen Fachwerkkirchen in Norddeutschland sicher die älteste ist, die sich so in ihrer äußeren Erscheinung erhalten hat.  Die innere Erscheinung ist beim Umbau 1968 verändert werden worden.

 


Impressionen der Kirche zu Consrade

(Fotos: Karl-Georg Haustein, Plate)


Die Kirche zu Peckatel

In den Kirchenvisitationsprotokollen von 1534 und 1541 wird Peckatel noch nicht  mit einer Kapelle aufgeführt, wohl aber schon 1596. Die Kapelle muss also zwischen 1541 und 1596 gegründet sein. Im 30-jährigen Krieg wurde die Kapelle dann weitgehend zerstört. Der Neubau, dedachsanierung2009r erheblich größeren Kapelle, ist für das Jahr 1692 verbürgt. Es handelt sich um den noch heute bestehenden Bau.

Sie hat einen im Westen vorgebauten schmalen Turm, der sich nur wenig über den First des Kapellendaches erhebt und mit einem Satteldach geschlossen ist. altar und kanzelDas Dach der Kapelle wurde 2009 komplett saniert. Heute besitzt die Kapelle nur noch eine im Jahr 1871 gegossene Glocke. Die zweite wurde im ersten Weltkrieg entfernt und zu Rüstungszwecken eingeschmolzen.

Die Einrichtung der Kapelle ist eher unbedeutend. Altar und Kanzel stammen aus der klassicierenden Zeit. Am Altar zwei Bilder, das Abendmahl und darüber die Auferstehung, beide angefertigt von dem Zimmermann Stahl in Peckatel. Als Kanzelschmuck finden wir die Bilder des Heilandes und der vier Evangelisten; am Beichtstuhl die Bilder von Moses und Johannes dem Täufer. Die bildlichen Darstellungen wurden 2006 einer umfassenden Restauration unterzogen.

In einem kleinen Heft mit dem Titel "Die Dorfkirche zu Peckatel", hat der Autor Dorotheus Graf Rothkirch, interessantes über diese Kirche niedergeschrieben. Der Erlös aus dem Verkauf des Heftes dient ausschließlich des Erhaltes der Dorfkirche zu Peckatel.

 


Imressionen der Kirche zu Peckatel, (© Karl-G. Haustein)


 
kircheglockenstul2012Die Kirche zu Plate

Das Kirchenlehn scheint von Anfang an in der Hand des Landesherren gewesen zu sein. Nach Ausweis der Kirchenvisitation von 1534 sind es die beiden Herzöge Heinrich und Albrecht, die 1518 den Johann Flomhelt zum Kirchherrn von Plate, Banzkow und Consrade berufen und durch den Probst zu Schwerin einsetzen lassen.

Die Kirche zu Plate ist ein neugothischer Bau (1848 - 1849). In Folge einer Feuersbrunst hat sie seit 1874 keinen Turm mehr. Ihre heutige Glocke hängt in einem besonderen hölzernen Glockenstuhl auf dem Kirchhof. Dieser wurde 2012 wegen Einsturzgefahr komplett erneuert.

Ein Bild vom Maler Pommerencke (Christus in Gethsemane, 1862) hängt an der Seite hinter der Kanzel. Der alte Marienaltar, ein guter spätgothischer Schnitzschrein, befindet sich in der Mitte hinter dem Altar.
Im Jahr 2001 wird das komplette Traufpflaster der Kirche zum Teil ausgebessert und neu verfugt.

11.11.2021 - Laternenumzug der Kirchengemeinde Plate, © K.-G. Haustein


24.12.2020 - Heilig Abend an der Pfarrscheune in Plate, © K.-G. Haustein


19.11.2015 - Impressionen der Kirche zu Plate, © K.-G. Haustein


Impressionen der Kirche zu Plate, © K.-G. Haustein


Die Webseite der Kirchengemeinde Plate: www.kirche-plate.de

 

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